Heilfasten – wie ich darauf gekommen bin

„Heilfasten“ ist mir schon ziemlich lange ein Begriff. Vor vielen Jahren hat meine Mutter eine Woche gefastet, doch damals habe ich an Ernährung noch keinen Gedanken zu viel verloren und war auch viel zu jung um mitzumachen. In meiner Studienzeit habe ich dann nicht mehr sehr oft daran gedacht und es eher belächelt – wie blöd muss man sein um freiwillig auf Nahrung und vorallem Bier, Wein etc. zu verzichten. Seit ich mit 10 wbc angefangen habe und mich auch intensiv mit der ganzen Thematik „Ernährung“ befasst habe, keimte der Gedanke „Heilfasten“ wieder ganz langsam in mir auf. Im Januar kam dann mit Freunden die Idee zum Alkoholfasten auf und wir wollten die traditionelle Fastenzeit mit einer 5-tägigen Heilfastenkur beginnen. Gründe dafür waren vor allem Neugier (weil man schon so viel positives davon gehört hat) und um die eigene Willensstärke zu testen. Der Plan war schnell gefasst und ich habe das Fastenbuch „Wie neugeboren durch Fasten“ von Dr. med. Hellmut Lützner bei Mutti aus dem hintersten Bücherregal gekramt und an einem Abend durchgelesen. Auf die ganzen Argumente für das Heilfasten, die im Buch beschrieben sind, will ich gar nicht weiter eingehen (das kann jeder im Internet etc. nachlesen), nur zwei Schlagworte: Entgiften und Entschlacken. Natürlich hat für mich der Gewichtsverlust auch eine große Bedeutung. Ich habe mich sogar geärgert, nicht vor meiner Ernährungsumstellung zu 10wbc zu fasten, denn das soll ein super Einstieg für eine Umstellung sein.

Aschermittwoch sollte es also ursprünglich losgehen, doch dann haben meine Mitfaster mich versetzt, weil sie eine mehrtägige Konferenz hatten und das nicht gegangen wäre. Alleine wollte ich es aber auch nicht machen. Wir haben die ganze „Aktion“ dann um ein paar Wochen verschoben und der festgelegte Termin war dann leider mit meiner Arbeit nicht vereinbar, da ich viel unterwegs war. Die Fastenfreunde haben es trotzdem durchgezogen (es war die Zeit, als ich das Basenfasten versucht hatte, um nicht komplett abzusagen) und mir täglich berichtet wie es ihnen ergeht. Nachdem die 5 Tage erfolgreich überstanden waren, hörte ich von allen in etwa das gleiche Fazit:

  • natürlich hat man am ersten Tag ziemlich hunger, aber mit ein wenig Ablenkung sehr erträglich,
  • es ist unglaublich, zu begreifen, dass man nicht auf ständige Nahrungsaufnahme angewiesen ist, es einem sogar sehr gut geht völlig ohne feste Nahrung (natürlich nur über einen bestimmen Zeitraum),
  • man lernt das eigene Hungergefühl besser einzuschätzen,
  • es ist eine Grenzerfahrung, bei der man sich selbst näher kommt,
  • man verliert ein paar überflüssige Pfunde,
  • man fühlt sich von innen gereinigt,
  • nach dem Heilfasten isst man viel bewusster und hört wirklich auf, wenn man keinen hunger mehr hat (und nicht erst wenn man pappsatt ist).

Nach dieser Auswertung war ich richtig neidig und traurig, dass ich nicht mitmachen konnte und es hat mich bestärkt es jetzt alleine durchzuziehen (die Fastenfreunde stehen mir natürlich jeder Zeit telefonisch und persönlich zur Seite und helfen mir ihren Erfahrungen). Außerdem erhoffe ich mir durch die Fastenkur einen neuen Motivationsschub, mich gesund zu ernähren. In den letzten Tagen habe ich doch viel gesündigt (was ja mit WW kein sündigen ist ^^).

Jetzt habe ich es geschafft mir diesen Freitag freizuschaufeln und Urlaub einzureichen, um meine Heilfastenkur zu beginnen. Am Donnerstag ist der Entlastungstag (mehr dazu später) und ab Freitag wird für 5 Tage auf feste Nahrung verzichtet. Montag habe ich vor, wieder auf Arbeit zu gehen, da es einem am 4. und 5. Tag richtig gut gehen soll. Der 2. und 3. Fastentag sollen die Schlimmsten sein, aber wir werden sehen.

Morgen werde ich dann alles nötige einkaufen, was ich für die kommende Woche brauche.

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